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Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von einigen unseren Austauschschülern. Wir hoffen hiermit die Vielfalt unseres Länderangebotes darstellen zu können und Interesse bei Ihnen oder dir zu wecken.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Lesen.

Mara - USA

Land der unbegrenzten Möglichkeiten

 Ich liebte schon immer das Reisen und das Abenteuer! Als ich mitbekam, wie der große Bruder meines besten Freundes sich auf die Reise nach Amerika machte um dort die 10 Klasse zu verbringen, tat sich mir eine völlig neue Art des Reisens auf. Je mehr ich mich mit dem Thema Austausch beschäftigte desto mehr wurde mir klar "Das ist genau das was ich unbedingt machen möchte!"  Für dieses Vorhaben erschien mir die USA , das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, perfekt. Und so kam es dann auch. Im Sommer 2015 erhielt ich dann endlich nach langem, unerträglichen Wartens und vielen AFS Treffens, die E-Mail, dass ich nun eine Gastfamilie hatte. Von diesem Tag an fieberte ich der Abreise nur noch so entgegen.

 

Ankunft und die ersten Wochen

Obwohl ich mich so sehr auf den Tag der Abreise gefreut hatte, verließ ich Deutschland doch mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn der Abschied von Familie und Freunde war nicht einfach. Mit jedem geflogenen Kilometer jedoch wuchs meine Vorfreude, ich konnte es kaum noch erwarten meine Familie kennen zu lernen. Das Gefühl als ich das erste mal meine Familie sah war unbeschreiblich, ich war so glücklich und dennoch hatte ich so ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Mir schossen nämlich neben den positiven glücklichen Gedanken auch Gedanken durch den Kopf wie" Was ist wenn sie mich nicht mögen.? , diese Gedanken stellten sich bald als absolut unbegründet heraus, meine Gastschwester und ich verstanden uns auf Anhieb super und meine Gastmama sagte gleich in den ersten 10 Minuten zu mir " du bist jetzt unsere zweite Tochter ". Die ersten paar Wochen vergingen wie im Flug, jeder Tag war anfangs anders wie die anderen, neu und aufregend. Als die Schule dann anfing fühlte ich mich aber schon fast wie daheim, meine Familie war so nett und ich spielte auch schon Volleyball in der Schulmannschaft, da ihr Training schon vor Beginn der Schulzeit angefangen hatte. An meinem ersten Schultag kam mir die Highschool noch vor wie im Film, bald kehrte aber dort auch Normalität ein, da ich sehr schnell Anschluss fand .

 

Amerikanischer Alltag

Auch wenn ich mir es anfangs gar nicht vorstellen konnte kehrte irgendwann eine gewisse Alltag in mein Leben in den USA ein. Morgens nach dem Aufstehen fuhr unsere Mama meine Schwester und mich in die Schule, dann waren wir erst einmal Acht Schulstunden plus Mittagspause in der Schule. Meist waren die Schultage ganz interessant, da man sich die Fächer selbst wählen konnte und die Mittagspausen waren immer lustig da ich sie oft mit meinen Freunden verbrachte. Nach Schulende um vier hieß es für mich dann jeden Tag Volleyball oder später Basketball Training, auch wenn ich beides zuvor noch nie gespielt hatte, hatte ich wahnsinnig viel Spaß an beiden Sportarten. Die Abende unter der Woche verbrachte ich mit meiner Familie und manchmal auch mit Freunden. Meine Wochenenden hatten im Vergleich zu meiner Schulwoche weniger Routine, da meine Familie und ich immer etwas anderes machten, manchmal machte jeder etwas unterschiedliches, dann traf ich mich meist mit Freunden, an anderen Wochenenden, machten wir Ausflüge oder trafen andere Teile unserer Familie und vieles mehr.

 

Meine Highlights

es gibt so unzählige Dinge die ich an dem Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten so lieben gelernt habe, da gibt es die kleinen Dinge wie zum Beispiel die Football und Basketball Spiele die zum Alltag gehörten ,da es sie fast wöchentlich gab. Es gab aber auch so wahnsinnig viele einmalige Erlebnisse wie unser 4 Tägiger Ausflug nach Chicago. Ich habe mich in die Stadt Chicago in den wenigen Tagen verliebt ,denn es gibt dort so viel zu sehen und so viel Dinge zu erleben. Auch die Feiertage wie Thanksgiving, Halloween und Weihnachten waren für mich ein Erlebnis, weil die Amerikaner ganz andere Bräuche und Abläufe an diesen Tagen haben als wir in Deutschland. Alles in allem gab es für mich so viele Highlights die man einfach nicht in nur ein paar Sätzen beschreiben kann.

 

Die Abreise

Die Zeit verging wie im Flug und eh ich mich versah, waren es nur noch 2 Monate bis zu meiner Abreise, als ich das realisiert hatte, wurde mir bewusst das ich gern noch länger bleiben würde, da es mir so gut gefiel. Aus diesem Grund verlängerte ich mein Visum für die längst mögliche Zeit um den Abschied möglichst lange aufzuschieben . Dennoch kam er natürlich trotzdem und er viel mir wahnsinnig schwer. Ich hatte meine Familie so liebgewonnen und auch meine neu gewonnenen Freunde wollte ich nicht verabschieden. Die letzte Woche flog gerade nur so an mir vorbei, meine Abschiedsfeier, mein letzter Schultag, mein letztes Basketball Training und so weiter.

 

Abschließend kann ich nur sagen ich hatte so ein besonderes Auslandssemester, ich habe so viel wahnsinnig tolle Menschen kennengelernt, ich habe so schöne Dinge erlebt und was für mich am wichtigsten ist, ich habe nun eine 2 Heimat mit familie und Freunden.