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Ein Jahr in Venezuela

Zu den Leuten: Der "Standard-Venezolaner" ;D ist ein sehr, sehr umgänglicher Mensch! Sehr nett, einfühlsam, offen, liebevoll, aber auch sehr liebebedürftig! Ich habe in meiner venezolanischen Gastfamilie erst richtig gelernt dankbar zu sein! Das Familiengefühl ist viel, viel größer als in Deutschland, auch der Cousin dritten Grades ist noch immer dein Cousin, man telefoniert ständig, ist immer in Kontakt, wobei man in deutschen Familien die Cousins zweiten Grades schon kaum mehr kennt?

Ich hatte wahnsinniges Glück mit meiner Gastfamilie! Ich habe mich nie wie ein Gast gefühlt, bin noch am selben Tag als vollständiges Familienmitglied akzeptiert worden! Ich telefoniere immer noch regelmäßig mit meiner Gastmama, denn sie hat mir einiges beigebracht, über Land und Leute, hat mir ihre Liebe geschenkt, als wäre ich ihre leibliche Tochter.

Meine Erfahrung: Meine (Gast)Schwester, war wie meine beste Freundin, wir haben uns nicht ein einziges mal gestritten, haben uns alles erzählt und es tut wirklich gut zu wissen, dass man jemanden hat, dem man sich anvertrauen kann, denn Venezuela war mir total unbekannt und ich musste so vieles lernen, so vieles verarbeiten, das ist manchmal gar nicht leicht, vor allem an Weihnachten. Denn die Tradition, die wir in Deutschland haben, gibt es in keinem anderen Land! Allein die Atmosphäre!! Ich hatte 04 ein Weihnachten unter Palmen, mit tropischem Regen, 26 Grad, Sonne, Strand und Meer? das hat schon mal einige Tränen gefordert, alles ist so anders! Das einzige was mich so richtig an Weihnachten erinnert hat, war der Geruch des Tannenbaumes (aus Kanada importiert, total schief, mit zwei Spitzen und schon etwas licht? ;0), der bei uns im Wohnzimmer stand, für meinen Geschmack nur etwas zu kitschig geschmückt (à la USA?)

 ISLA DE MARGARITA:

Was zu Deutsch so viel heißt wie ?Gänseblümchen?. Dieser Namen wurde der Insel aber erst von den Spaniern gegeben, in der indianischen Sprache hieß sie vor der Kolonialzeit ?Paraguachoa?.

 

 

 

Ich habe ein Jahr in PAMPATAR verbracht, das liegt am südöstlichen Rand der Insel , direkt neben dem wirtschaftlichen Zentrum von Margarita . Hauptstadt ist allerdings LA ASUNCIÓN, das gleicht aber eher einem großen Dorf, denn alle wichtigen Fabriken, Wohngebiete, Einkaufszentren und Diskos sind in der Zone um Porlamar.

Man muss allerdings unterscheiden, Margarita ist eine Insel und wie so viele andere Inseln ist sie nicht genau so wie das Festland. Margarita wird auch "die Perle der Karibik" genannt, nicht nur, weil es hier früher sehr viele Perlenbänke gab, sondern auch weil sie ein etwas in Vergessenheit geratenes Urlaubsparadies ist. Margarita mit der Hauptstadt Caracas verglichen ist aber auch ein Paradies der Sicherheit wegen. Während man in Caracas sehr aufpassen muss, wohin man geht und mit wem (am besten bleibt man nach der Dämmerung so wie so zu Hause), kann man sich auf Margarita auch nachts noch auf der Straße aufhalten. Aber Vorsicht ist trotzdem immer geboten. Wir Mädels sind zum Beispiel nie ohne Begleitung von Jungs unterwegs gewesen.

Und natürlich herrscht hier auch immer eine sehr viel lockere Atmosphäre, denn in den Ferien kommen sehr viele (junge) Venezolaner vom Festland auf Margarita und die machen dann 2 Wochen einfach mal Party, gehen mittags an den Strand und am Abend in die Disko bis in die frühen Morgenstunden!! Dabei wird allerdings oft vergessen, dass es dort auch Leute gibt, die arbeiten müssen und sich es nicht leisten können Urlaub zu nehmen, denn schließlich reicht das Gehalt gerade einmal um die Familie über die Runden zu bekommen. Natürlich gibt es in Caracas noch viel mehr noch Ärmere, aber die machen ja keine Ferien auf Margarita. 

Die Schule: An diesem Thema können wir ja nicht einfach vorbei gehen, denn schließlich war ich mein ganzes Austauschjahr auch in der Schule, habe dort also den Großteil meiner Zeit verbracht!

Zum Aufbau: die Schule beginnt um 8am, eine Stunde hat 45min. Ich hatte 3 Stunden Unterricht, also bis 10.15am, dann eine halbe Stunde Pause. Danach hatte ich wieder 3 Stunden, bis 1pm und dann sind 45min Mittagspause. Zu guter letzt folgen noch 3 Stunden am Nachmittag bis einschließlich 4pm, ihr seht, das ist kein kurzer Schultag.

Zu den Fächern: Mathe, Physik, Chemie, Biologie, Englisch, Castellano (Spanisch), Wirtschaft, Erdkunde, vormilitärische Erziehung (es gibt in Venezuela keine Pflicht zum Bund zu gehen, aber dafür müssen die Schüler dieses Fach 2 Jahre lang in der Schule belegen), Fahrschulen-Theorie-Unterricht (den brauchen sie um den Führerschein zu bekommen, der Unterschied zu Deutschland ist nur, dass junge Venezolaner mit ihren Eltern, dem großen Bruder etc. üben und dann nur noch die praktische Fahrprüfung machen brauchen) 

Zum Unterricht: es wäre vollkommen falsch sich nun vorzustellen, dass in Venezuela mehr gelernt wird, als in Deutschland, nur weil dort 9 Stunden täglich unterrichtet werden. In Deutschland haben wir meist 6 Stunden intensive Arbeit, aber in Venezuela geht man alle Sachen mit viel mehr Ruhe und Gelassenheit an, was sich aber nicht immer positiv auf die schulischen Leistungen (ich mit meinen 3 besten Freundinnen) auswirkt.

 Das Schulsystem: Grundsätzlich wird zwischen öffentlichen ("escuela") und privaten ("colegio") Schulen unterschieden. Die öffentlichen sind kostenlos, aber vom Lernstandard  nicht so hoch und die privaten sind öfters sogar ziemlich teuer. 

Ein "Colegio" besteht immer aus 3 Jahren Kindergarten ("Preescolar"), gefolgt von der 6-jährigen Grundschulausbildung ("Primaria") und danach beginnt die Highschool ("Bachillerato"), die 5 Jahre dauert. Die Noten der ersten 4 Jahre, müssen an jeder Universität vorgelegt werden und im fünften Jahr reisen die Schüler im ganzen Land herum um an den Universitäten, an denen sie gerne (meine Klasse bei einer Unterstufenparty) studieren möchten, verschiedene Eignungstests zu schreiben.

An jeder Schule besteht Schuluniformspflicht. Dunkelblaue Hose oder Rock mit weißem T-Shirt für die Grundschüler, blauem T-Shirt für die ersten 3 Jahre and der Highschool und beiges T-Shirt für die letzten 2 Jahre an der Highschool.

Zur Mentalität an meiner Schule: die Schüler sprechen die Lehrer und den Direktor mit Vornamen an und zur Begrüßung gibt es ein Kuss auf die rechte Backe. Das ist nicht überall so, aber meine Schule ist privat und erst 9 Jahre alt, also nicht besonders groß. Zu Beginn der Schule, die aus privaten Elternspenden gebaut worden ist, war jeder jedem bekannt und das Verhältnis zw. Lehrer und Schüler war ziemlich innig und so ist es auch geblieben. Man kann sich also gut vorstellen, dass da manchmal der Respekt und die Disziplin auf der Strecke bleiben? so war es in meiner Klasse (auch wenn alle wirklich total nett waren) recht häufig ziemlich laut, die Tische standen kreuz und quer im Zimmer und da fiel es nicht immer leicht für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Aber das Arbeitsklima an sich war deswegen nicht schlechter!

Das Notensystem ist auf einem 20 Punkte-System aufgebaut, Noten so wie wir sie kennen gibt es nicht. !8-20 Punkte könnte man mit sehr gut vergleichen, 15-17 mit gut etc. Wobei man aber mindestens 10 Punkte braucht um das Examen zu bestehen.

Da ich an dieser Privatschule "Colegio Guayamurí" ein Gast war, habe ich den monatlichen Beitrag im Gegensatz zu allen anderen Schülern nicht zahlen müssen (nur einen einmaligen Einschreibungsbetrag, den netterweise meine Gastmama für mich bezahlt hat und den man jedes neue Schuljahr wieder bezahlen muss). 

Bei meinem ersten Gespräch mit dem Direktor habe ich die Erlaubnis von ihm bekommen an einigen Fahrten der anderen Jahrgangsstufen teilzunehmen, als Unterstützung der Lehrer. Aber dafür habe ich ein bisschen mehr von Venezuela kennen gelernt als nur die eine Insel!

Als Gegenleistung dafür musste ich 4 Stunden in der Woche (ich als Tutor von 2 Erstklässlern) soziale Arbeit in der Vorschule leisten. Also mich mit den noch etwas kleineren Venezolanern  beschäftigen, englische Bücher mit ihnen lesen, ihnen helfen etc. Das war aber meistens ganz lustig!! Erst recht, weil die Kleinen ein rechtes Kauderwelsch-spanisch sprechen? und sie mein spanisch am Anfang auch überhaupt nicht verstanden haben? ;o) Die Lehrer sind verpflichtet mit den Kindern (zw. 3-6 Jahre alt) Englisch zu reden, allerdings wird das auch nicht immer eingehalten? trotzdem haben kleine Venezolaner/-innen in dem Alter ein super Gehör für Englisch!

Das lustige an so einer kleinen Privatschule war, dass mich wirklich jeder sofort kannte, sogar die kleinsten haben mich oft gefragt: "Du bist doch die Deutsche, oder?" Jeder war auf seine Art und Weise etwas neugierig und der Begriff "Volkswagen"  ist immer recht schnell gefallen, der Name "Hitler" (<- ein Teil meiner Klasse in unserem Klassenzimmer) aber erst etwas später und nur von Leuten, die mich wirklich gut gekannt haben. Sie haben mir alle aufmerksam zugehört, hinterher ihre Sicht der Dinge dargelegt, aber sie sind niemals ausfällig oder beleidigend geworden. Das zeigt mal wieder wie feinfühlig und umgänglich Venezolaner sind! 

Der Sport war an meiner Schule sehr hoch gestellt, wir waren auch die bestausgerüstete Schule auf der ganzen Insel. Baseball ist der Nationalsport von Venezuela, darum darf natürlich auch das Baseballfeld nicht fehlen, dicht gefolgt von Fußball. Diese Sportart ist dort noch relativ jung, aber meine Schule hatte sogar eine Mädchenmannschaft, bei der ich auch ein Jahr mitgespielt habe, was mir einerseits die (mein Fußballtrainer und ich) Möglichkeit gegeben hat sehr, sehr viele Freundinnen zu machen und andrerseits hat es mir wahnsinnigen Spaß gemacht!! Noch dazu hat es meinen Bekanntheitsgrad an der Schule noch größer gemacht, da ich in Deutschland schon Fußball gespielt hatte und somit eine der besten der ganzen Mannschaft war?

So, ich denke ihr habt hier doch einen ganz guten Eindruck von meinem Austauschjahr bekommen und jetzt werde ich euch einfach noch ein bisschen was über meine interessantesten Reisen erzählen:

1. Reisebericht aus CARIPE:

So, warum ich eigentlich schreibe: Ich habe die letzte Woche eine einmalige Gelegenheit, die mir mein Colegio angeboten hat, wahr genommen. Ich bin von Montag bis Freitag (juhuu, eine Woche >schulfrei< ;0) mit der 6. Klasse, dem Direktor, 2 Lehrern und 2 Eltern aus meiner Schule auf das Festland gefahren, in eine Region im Nordosten von Venezuela, die sich Caripe nennt.

Am Montag Morgen hat uns der schuleigene, gelbe Bus zur Fährenstation im Südwesten der Insel gefahren. Dort angekommen wurde uns mitgeteilt, dass unsere Fähre kaputt sei. So haben wir 2.5 Stunden warten müssen und habe dann auch noch eine langsame Fähre erwischt, was bedeutet hat, dass wir 4.5 anstatt 2.5 Stunden unterwegs waren? auf dem Festland, in Cumana, hat uns dann ein gelber Reisebus erwartet und wir sind nochmal 4 Stunden gefahren. Wow, das war vielleicht ein Tag? um 10 Uhr abends im Camp angekommen, mehr oder weniger fertig?

Ich bin mit 2 Mädels ins Zimmer gekommen, die super nett waren!! Ich hatte gar kein Problem mich in die Gruppe zu integriern, die warn alle eher ziemlich neugierig!

Am nächsten Morgen bin ich um 7 Uhr meinem Zimmer raus auf die Veranda und das war nach 5 Monaten Sonne, Hitze und Regen, ein super Gefühl... es hatte 17 Grad, und alles war tief in einen Nebelschleier gehüllt, man konnte so richtig die kalte Feuchtigkeit in der Luft sehen!!! Für euch ist das wahrscheinlich nicht besonders interessant,aber mich hat es fasziniert!! Ich hab auch zum ersten mal eine Kaffeepflanze und einen Manderinenbaum gesehen!! Und alles war so grün!! Nicht so trocken und fad wie auf Margarita! 

Zum Frühstuck gab es Arepas (venezolanische Nationalspeise, mit Semmeln vergleichbar, aber aus Maismehl) mit Käse und Schinken und danach sind wir auch gleich los zu der "Cueva del Guácharo". Das ist die größte Höhle von Venezuela mit 10.2km Länge.

Mit Mundschutz (es gibt Pilze und jegliche Art von Bakterien dort drinnen?) und Regenjacke sind wir 1,5 Stunden gelaufen, bis 1,2km hineien, hoch und runter, auf dem Weg war nur Matsch und im ersten Teil der Höhle hat uns auch das ständige Geschreie der "Guácharos" begleitet. Das sind Vögel, die nur in einigen Höhlen in Venezuela und Brasilien vorkommen und die sich wie Fledermäuse orientieren, nur nicht mit Ultraschall, sondern mit Kehllauten (das Geschrei?). Aber das Prinzip mit den Schallwellen ist das gleiche. Leider durften wir dort keine Photos machen, da das die Vögel sehr gestört hätte. Der 2. Teil der Höle, den wir gesehen haben, war viel schöner! Wir sind durch einen kleinen Durchgang geklettert und von einer Sekunde auf die andere herrschte Totenstille, wir haben nur noch das Gequatsche der Gruppe gehört. Denn ?Guacháros? gibt es hier keine. Aber sehr schöne Tropfsteingebilde am Boden und von der Decke!

 Wofür wir eine Stunde hinein gebraucht haben, das haben wir in einer halben Stunde wieder zurück geschafft. Wir wollten wohl alle wieder an diefrische Luft!!

Am Abend haben wir uns noch angeschaut, wie die ?Guácharos? ihre Höhle verlassen, um fressen zu suchen. Dabei benötigen sie aber mind. 70% Dunkelheit. Ich hatte es mir etwas aufregender vorgestellt, aber es verlassen nie alle 19000 Vögel die Höhle. Einer nach dem anderen fliegt langsam aber sicher heraus, das ist ein ziemlich langer Prozess? und nach 10min hab ich eh nur noch etwas schwarzes, das sich mehr oder weniger gegen den immer dunkler werdenden Himmel abhebt, gesehen.

Am Mittwoch habe ich den kleinsten Fluss der Welt gesehen!! Er hat die Breite, die ein Fluss braucht, kommt aus einem Fels raus und fließt vielleicht 150-200m später in den Fluss ?Guarapiche?. Diesem Fluss sind wir übrigens gefolgt und musseten ihn dabei 6x überqueren! Der  Fluss hatte nur zu dieser Zeit mehr Wasser als sonst... zum Glück versteht unser Begleitlehrer einiges von Bergsteigen und hatte genügend Sicherungsseile dabei, an denen wir uns festhalten konnten. Trotzdem hat es einige von den 6.-Klässlern ab und zu umgenommen, d.h. sie waren klitsch nass... schließlich haben sie kaum Widerstand geboten... ;D Ist aber nichts ernsteres passiert, war eher nur lustig - und kalt!! Das Wasser hatte nicht mehr als 10°C!! Und auch ich habe meine Digicam ohne sie in den Fluss zu schmeißen samt meinem Rucksack troken rübergebracht. Wir sind durch einen bestimmt 200m hohen Kanion gelaufen, der vor einiger Zeit komplett voll war mit Wasser. Heut zu Tage ist der Fluss mehr oder weniger auf einen etwas stürmischen Gebirgsbach mit ca. 7-8 m  Breite zusammen geschrumpft.

Am Ende unserer Wanderung kamen wir wieder an einem naturellen kleinen Schwimmbecken an und diesmal bin ich sogar reingesprungen. *boahhh* super kalt!! Und nach einiger Zeit sind wir den ganzen Weg wieder zurück. Aber diesmal warn wir um einiges schneller. Haben uns einfach mehr zugetraut, kannten uns ja schon ein bisschen aus. ;o) 

Am Donnerstag war ein relaxter Tag!! Wir sind zu den ?Aguas de Moisés? gefahren. Das ist wie ein Thermalbad, aber im Freien, mit ganz viel Sonne und Hitze, aber das Wasser war nicht wirklich warm? Die Landschaft war traumhaft, wie in einer Oase!! Mit vielen Palmen, Wasserlöchern mit richtig schönem, blauem Wasser und einem Mischmasch aus grauem Matsch und Lehm am Boden, der angeblich richtig gut für die Haut sei. Ich habe sogar einen riesigen, dunkelblauen Schmetterling gesehen!! Sah wirklich eindrucksvol aus!! Eine Erholung der Strapazen der vergangenen 2 Tagen war hier ohne Probleme möglich!.

Und den Freitag sind wir wieder Heim. Den ganzen Tag unterwegs? Zum Glück haben wir diesmal die Fähre erwischt, die ?nur? 2,5 Stunden braucht! Das ist so typisch für hier, man kann einfach nichts planen, weil einem immer etwas dazwischn kommt; die Zeitpläne der Fähre oder des Flugzeugs verschieben sich kurzfristig, man sollte in Venezuela am besten überhaupt nicht zeitgebunden sein? aber trotzdem war die Reise echt klasse!! 

2. Reisebericht aus CARACAS, der Hauptstadt von Venezuela:


Los ging es am Freitag den 25.02.04. Ich bin mit meiner (Gast)Schwester und 2 Klassenkameraden unterwegs gewesen. Warum das so einfach unter der Schulzeit ging? Die3 hatten Examen an Universitäten in Caracas und ich habe Chia, meine (Gast)Schwester, einfach begleitet!!

Es ging schon mal lustig los. Da saßen wir 4 uns unterhaltend und essend am Flughafen von Margarita, als uns auffiel, dass wir schon viel zu spät dran waren... aber die Flugzeuge haben hier ja grundsätzlich eine halbe Stunde Verspätung, also war kein Grund zur Eile angesagt - dachten wir. Aber unser Flug war doch tatsächlich mal auf die Minute pünktlich, hatte also die Türen schon geschlossen... Aber wir sind ja in Venezuela, so haben wir uns in den Flieger 10 min später gesetzt, der eh halb leer war, und sind halt ein bisschen später wie unser Gepäck in Caracas angekommen... in der Stadt in der 1/6 der Landesbevölkerung lebt.

Dort hat uns eine Tante abgeholt, bei der auch mein (Gast)Bruder wohnt und bei der wir die Woche über bleiben. Wir mussten 2 Tunnel durchqueren, denn Caracas liegt zum größten Teil in einem Tal. Die Stadt ist eigentlich ganz in Ordnung, natürlich kommt das auch immer auf den Stadtteil an, Sauberkeit, Polizei, Ordnung etc. in einigen funktioniert es ganz gut, in anderen sollte man sich Nachts nicht unbedingt allein zu Fuß bewegen, eigentlich überhaupt nicht...

Das Apartment von Diana (der Tante) lag neben dem mitunter besten und reichsten Stadtteil, mit Villen und einem riesigen Golfplatz etc. - DER COUNTRY ? mit ganz netten Häusern mit Stacheldrähten und Elektrozäunen abgeschirmt, riesigen Einfahrten, Gärten, Swimmingpool etc. Hier lebt auch der reichste Venezolaner, hat man mit gesagt.

Ich habe hier in Caracas viele ?alte? und ?neue? Verwandte getroffen, die mich alle super lieb aufgenommen haben und mit einem Cousin und Freunden hab ich dann auch gleich am ersten Abend das Nachtleben ausgetestet?

 

3. Reisebericht aus der GRAN SABANA:

Vor einigen Wochen habe ich doch endlich die von AFS schon so lang versprochene Reise gemacht!! (Aber auch nur nach ewigem Nachgefragen und Generve bei den Señoras von AFS hier auf der Insel? das geht hier nämlich nicht ganz so koordiniert zu wie in Deutschland?)

5 Tage vor der Reise haben wir Bescheid bekommen, dass es die Reise überhaupt gibt; etwas kurzfristig zwar, aber immerhin. Wir haben uns an ein anderes Komitee weiter im Süden von Venezuela angeschlossen und AFS hat uns sogar fast die Hälfte der Reise bezahlt!!

Am 23. April 2005 habe ich mich mit Lars, Lukas (die anderen 2 Jungs, die mit mir auf der Insel ihr Austauschjahr verbringen) und Leticia (meiner Betreuerin von AFS, die sich bereit erklärt hat uns zu begleiten) an einem "Busbahnhof" in Porlamar getroffen. Da haben wir dann einen Bus genommen (ohne Klimaanlage, ein bisschen überbucht und ein wenig unorganisiert) und sind um 15 Uhr zur Fährenstation los. Da mussten wir erstmal den ganzen Bus entladen um dann hinterher das ganze Gepäck um der Ecke wieder in den Bus zu packen? Sinn von dem ganzen hab ich nie erfahren? (?!?) 

Als wir dann lustig labernd auf die Fähre gewartet haben, hat es seit Wochen mal wieder richtig geregnet? die Fähre hatte 2 Stunden Verspätung und wir durften dann im Nieselregen unser Gepäck 800m zur Fähre schleppen, wo uns dann aufgefallen ist, dass wir doch besser 1. Klasse gebucht hätten (aber das war wohl ein beim Zeitmangel und Komunikationsproblem beim Organisieren der Reise zustande gekommene Fehler?), denn der Anblick, der uns erwartet hat, war etwas schockierend: KEINE Klimaanlage, lange, harte Holzbänke mit einer Trennung in der Mitte, so dass wir uns nicht mal richtig hinlegen konnten? und als wir dann um 21.ooh ENDLICH mal los gefahren sind, kam noch nicht einmal eine Briese durch die Fenster ohne Fensterscheiben herein? so standen uns 4 Stunden in einer fast unerträglichen Hitze bevor, ohne auch nur ein Auge zu zu machen, weil das 1. auf den wahnsinnig ungemütlichen Holzbänken überhaupt nicht möglich war und 2. wir den Mitreisenden, eher aus der Armenschicht stammenden Leuten, nicht unbedingt vertraut haben. 

Um 1 Uhr morgens des 24. Aprils sind wir dann endlich auf dem Festland angekommen und mussten selber schauen, dass wir irgendwie unseren Bus wieder finden, denn die wären sonst ohne uns abgefahren, ohne sich dabei groß was zu denken!

Im Bus kommt ich auch nicht wirklich schlafen, denn der eiskalte Wind, der durch die offenen Fenster hereinkam (es gab ja keine Klimaanlage?), hat mir voll ins Gesicht geblasen? Außerdem war die Lehne von meinem Stuhl lose, so dass sie sich und ich mich mit ihr vor und zurück bewegt habe und jede Unebenheit der Straße zu spüren bekommen hab? den anderen 3en ging es ähnlich.

 Um 7.45 UHr sind wir dann in Pto Ordaz angekommen, der Stadt, in der wir und mit den anderen Leuten einen Tag später treffen sollten. Bis dahin sind wir in dem Haus von einem Jungen von AFS, Igor, geblieben, der 2001/1002 in Holland war. Der hatte aber bis zu dem Zeitpunkt, als wir ihn um 8.ooh morgens aus dem Bett geklingelt haben, nicht gewusst, dass wir schon heute ankommen?

 Wie ihr seht war dieser Part der Reise etwas verplant und chaotisch, aber wir haben es alle überlebt und uns wie Verrückte auf die Dusche gefreut!!!

Am Nachmittag hat uns Igor einen der 2 Parks in Pto Ordaz gezeigt, der und wirklich wahnsinnig beeindruckt hat!! Die Flora war schon fast wie im Regenwald, riesige, uralte Bäume, Pflanzen, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe, Weiher und ein Fluss, echt relaxend. Dort haben wir 2 andere Austauschschüler, auch aus Deutschland getroffen und sind mit ihnen durch den Park geschlendert. Aber das eindrucksvollste war der ewig breite und gar nicht so kleine Wasserfall des Parks!!! Und wenn man sich an einen gewissen Punkt gestellt hat, dann hat ein der Sprühregen richtig erwischt? nach dem ist auch der Park benannt: LA LLOVISNA (Sprühregen). Sehr eindrucksvoll!!

Nach einem kurzen Besuch von dem größten Club von Südamerika, dem CLUB ITALO VENEZOLANO, mit Fußball- und Golfplatz, Tennis-, Basketball- und Beachvolleyballplätzen, 2 riesigen Pools, 2 Restaurants etc. (um dort Mitglied zu werden muss man um die 15.ooo? zahlen und pro Monat noch mal 300-400?), sind wir zu Igor nach Hause, haben gegessen und sind total kaputt ins Bett gefallen?

Am nächsten Tag, dem 25. April, um 8 Uhr ging es dann auf die eigentliche Reise. In die GRAN SABANA. Das ist eine riesige Hochebene (auf ca. 1200 Höhenmetern) auf der viele Tafelberge zu finden sind. Flora: Viele Gräser, Sand, wenig Bewaldung. Fauna: Ameisenbären, Gürteltiere, Braunbären und sehr viele Moskitos, genannt "Puri Puris". Das ganze hat sich vor Millionen und Millionen Jahren geformt und ist offiziell der älteste Ort auf der ganzen Welt. Es gibt kein Handy- und kein Telefonnetz, kaum Zivilisation, nur sehr viele Ureinwohner ("indigenas"), die zu meist auch noch ohne Strom und Klospülung leben. Es gibt eine geteerte Straße die fast total gerade von Pto. Ordaz (unser Treffpunkt) in den Süden zur Grenze von Brasilien führt. An dieser Straße gibt es auch richtig gut entwickelte Dörfer, mit allem Komfort (Internet, allerdings  ist die Verbindung seht, sehr langsam?; Direkt TV, Strom etc.)

Aber erstmal mussten wir da ankommen. Und das hieß den ersten Tag fast nur im Auto sitzen. Wir 4 aus Margarita haben uns 5 Austauschschülern aus Pto. Ordaz angeschlossen und uns haben 3 Reiseführer um die 30 begleitet. Wir sind mit 2 großen Jeeps los und haben in 2 riesigen Kühltruhen mit Eis unser Essen und Wasser mitgenommen, denn in der Gran Sabana kann man das nicht unbedingt alles kaufen, das muss ja auch (unsere Reisegruppe) erstmal da hinkommen, so haben wir halt alles gleich selber mitgenommen. Wir Austauschschüler waren alle aus Deutschland, nur einer war aus Norwegen, aber wir haben uns eh fast die ganze Zeit nur auf Spanisch unterhalten.

Heute hieß es also 400km geteerete Straße und 50km Schotterweg zurücklegen. Wir haben nur angehalten um Mittag zu essen und am letzten Punkt der Zivilisation, dem KM 88, um noch mal genug Schokolade etc. einzukaufen.

Von dem Zeitpunkt ging es nur noch bergauf und wir waren umgeben von Regenwald. Als wir die Hälfte an Steigung geschafft haben, kamen wir an einem riesigen Felsen an. Damals haben sie ihn versucht wegzusprengen um die Straße dort zu bauen, aber die Explosion hat nur einige Brocken weg gesprengt und der Fels stand immer noch? Denn dieser Fels ist der härteste Fels, das härteste Material, das auf der ganzen Welt existiert. Und aus diesem Fels besteht die Gran Sabana und die Tafelberge zum größten Teil. Seit dieser missglückten Explosion heißt der Fels LA PIEDRA DE LA VIRJEN (der Stein, der Jungfrau).

Weiter geht?s. Nach 600 Höhenmetern mehr kamen wir oben auf der Gran Sabana an. Haben an einer Militärstation noch ein letztes mal getankt und sind nach rechts auf einen Schotterweg abgebogen. Wir haben 2 Fotomachpausen eingelegt und da habe ich das erste mal einen Tafelberg in der Ferne gesehen. Sieht echt lustig aus, wie der da so im 90°-Winkel aus dem Boden rausragt mit einer total flachen Ebene obendrauf!! ;D

Nachts sind wir dann in einem Indianerdorf angekommen und haben als erstes eine kleine Lampe an der Autobatterie angeschlossen um wenigstens ein bisschen Licht zu haben um die Hängematten aufzuhängen, unter Dach, aber ohne Seitenwände. Damit uns die so berühmt und berüchtigten Mücken in der Nacht nicht total verstechen, hatten wir über der Hängematte sogar ein Mückennetz!! Andere haben derweilen Spaghetti auf einem Gasherd in einer Küche von einem der Häuser gekocht. Aber bevor wir und totmüde in die Hängematten gehauen haben, haben wir uns noch bis spät in der Nacht unter dem Sternenhimmel unterhalten. Hatten viel zu erzählen.

Um punkt 6.30 Uhr hat ein doofer Gran-Sabana-Gockel gemeint, er muss mich mit seinem Geschrei direkt neben meinem Ohr wecken? da "stand" ich erstmal senkrecht in meiner Hängematte, da ich damit überhaupt nicht gerechnet habe?

Nach dem Frühstück sind wir mit einem Boot, das aus einem einzigen Baumstumpf gefertigt worden war, dem Flusslauf des RIOS APANWAO nach und oben an einem 105m hohen Wasserfall angekommen, natürlich sind wir etwas vorher aus dem Boot ausgestiegen! ;D Nach einer ausgiebigen Photosession sind wir in 10min 105m auf einem schmalen Pfad runter gestiegen, haben uns bis auf Shorts und Bikinis ausgezogen und uns in dem Sprühregen des Wasserfalls gestellt, wo wir nach 5min       (der Wasserfall: Chinak Meru) gegen den Wind kämpfend, die die herabstürzenden Wassermassen verursacht haben,  klitsch nass wieder abgezogen sind.

Nach 20min Hügel rauf und runter laufend sind wir an einem kleinen naturellen Swimmingpool angekommen, der total von Felsen eingeschlossen war, nur an einer Seite ging ein kleines Flüsschen weg. Und es gab auch einen kleinen Wasserfall, vielleicht 6m hoch, unter dem wir uns alle ausgiebig gebadet haben. Der Halbschatten und die vereinzelten Sonnenstrahlen haben n super Ambiente zusammengebracht.

Nach dem Mittagessen und der Siesta in unserem Camp sind wir zu einem Misionsdorf los, wo ich mich in der einzigen Dusche mit warmen Wasser im Umkreis von bestimmt 500Meilen geduscht und die doch sehr vortschrittlichen Einrichtungen (Internet?) in einem von der Zivilisation total abgeschnittenen Dorf bewundert habe.

Auf dem Heimweg haben wir auf einem Hügel Halt gemacht und den dämmernden Himmel mit den weitverstreuten Tafelbergen in der Ferne genossen. Hammer Aussicht!! ;D 

Wieder im Camp angekommen, war es auch schon dunkel und es ging wieder ans Lämpchen anschließen, kochen, essen und gemütliches Beisamensitzen und schwatzen. Dabei hab ich doch tatsächlich noch ein hochkompliziertes, venezolanisches Kartenspiel beigebracht bekommen ("Truco")! 

Mittwoch (27.04.03)

Wir haben das Camp abgebrochen, alles in den Jeeps verstaut und dann ging es erstmal noch zum Frühstücken, es gab unter anderem auch gebratene Ameisen, die es hier in der Gran Sabana nur 1x im ganzen Jahr gibt. Hat nach Schweinebratenkruste und Erdnüssen geschmeckt? ;D

Den ganzen Vormittag haben wir damit verbracht zu einem anderen naturellen Schwimmbecken kommen, uns darin zu baden und uns von dem kleinen Wasserfall den Rücken masieren zu lassen, oder uns auch einfach nur auf die Stufen des Wasserfalls zu setzen und uns die Umgebung durch eine herabstürtzenden "Wassermassen" anzuschauen.

Nach dem Mittagessen ging es mal wieder ein Stückchen Feldeinwärts, wo wir nach gar nicht so langer Zeit auf einem Hügel angekommen sind von dem aus wir eine wahnsinnige 360Grad-Aussicht auf die ebene Umgebung gehabt haben, die nur von den Tafelbergen in jeder Himmelsrichtung in der Ferne unterbrochen worden ist. Nachdem wir die Photosesion beendet haben, hat sich jeder für sich so umgeschaut und dabei herrschte eine Stille, das war echt ein spitzen Gefühl; Ruhe und Frieden und dabei stört einem auch nicht das Geknirsche der Steine unter den Schuhen der anderen, die sich mehrere Male um sich selbst drehen.

Wir haben auf dem Weg zu unserem neuen Camp noch schnell an einem kleinen, runden, naturellen Schwimmbecken Halt gemacht. Das Wasser war total klar und richig blau und kalt. Ich habe mich nicht gebadet, die Mücken haben mich auch so schon genug attakiert? Und danach haben wir noch kurz an der Straße angehalten und einen Wasserfall von 50m bewundert, wobei ich sagen muss, dass ich nach dem Wasserfall von 105m nicht mehr so leicht zu beeindrucken war?

Am Camp angekommen, haben wir uns erstmal in dem 100m entfernten Fluss gebadet, mit Shampoo uns Seife!! Danach mussten wir wieder alles aufbauen, Essen machen etc. Nach und nach sind wir alle vor Müdigkeit in die Hängematten gedfallen, die einen früher, die anderen später. Ich war eine von den letzten, weil ich noch versucht hab, meine Kenntnisse in diesem venezolanischen Kartenspiel zu verbessern und ich habe mich echt um einiges gesteigert!! ;D

Donnerstag

Gleich in der Früh haben wir eine ziemlich lange Strecke Richtung Süden zurück gelegt. Nach SANTA ELENA, das ist ein Dorf an der Grenze zu Brasielien. Zivilisation!!! Wir konnten wieder Schokolade kaufen, Eis essen und das wichtigste: telefonieren!!! ;D Wir sind auch in 2 veschiedenen Ländern zur selben Zeit gestanden und haben uns wie richtige Touristen benommen ;D

Auf der Rückfahrt durftren wir aus dem Auto raus einen richtigen tropischen Regenbruch bewundern, der echt heftig war, aber auch gleich wieder vorbei. Als wir zum Brotzeit machen angehalten haben, hatte es immer noch nicht ganz aufgehört zu regnen und als ich gerade von einer Wassermelone abbeißen wollte, hat 10m hinter mir der Blitz eingeschlagen und der Donner kam keine Sekunde später mit einer Wucht und einer Lautstärke ?WOW- mein Gehirn hat 5 Sekunden gabraucht um diese Tatsache zu verarbeiten und dann habe ich so einen Sprung auf die Seite getan, dass ich dabei fast eine andere Deutsche umgehaut hätte, die immer noch unglaublich auf den Punkt gestart hat, wo der Blitz den Boden berührt hatte.

Einige von und sind dann zu einem einzigartigen Ort in der Welt!!! Davor mussten wir allerdings barfuß durch Matsch, Sand, Steine und einen Wald etc. Nomalerweise ist dieser Wasserfall, eher klein und das Flüsschen plätschert so vor sich hin,aber mit dem vielen Regen von heut, sah das alles etwas überschwemmt aus? Und wir haben kaum den Grund gesehen (viell. 20cm, sonst sind es ca. 10cm), weil das Wasser so grau war? so blieb uns der wahre Schatz dieses Ortes leider verwährt? denn der komplette Boden besteht aus rotem Jaspis!!! Ja, roter Jaspis, dieser Halbedelstein! Das ganze hat einen Millionenwert und ist strengstens unter Naturschutz. LA QUEBRADA DE JASPE ist der einzige Ort auf der ganzen Welt, wo der Jaspis an der Erdoberfläche vorzufinden ist!!! Nur leider mussten wir uns ziemlich anstrengen um den roten Schimmer durch das dreckige Wasser zu erkennen?. *schade* Aber am Rand war der rote Jaspis auch zu bewundern!!

Freitag

So, nun sind wir auch schon wieder am Ende unserer Reise angekommen, wir haben das 2. Camp abgebrochen, alles wieder in den 2 Jeeps verstaut, diesmal nicht oben drauf, denn es hat immer noch geregnet? und sind nach dem Frühstück wieder Richtung Norden los?. Beim Mittagessen hat uns einer von unsern Reiseführern verlassen und mit ihm ist auch der ganze SPIRIT von der Gran Sabana verschwunden, jeder hat für bestimmt 10min in seinen eigenen Gedanken geschwelgt und es lag eine bedrückende Stille über uns. Hier hatte auch der letzte begriffen, dass unser Natur-Abenteurer vorbei ist und wir uns wieder auf dem Weg in die Zivilisation befanden? 

In Pto Ordaz angekommen, hat uns diesmal eine Señora aufgenommen, denn der andere hat sich übers Wochenende aus dem Staub gemacht und uns noch nicht einmal was gesagt? Aber wir waren froh für einen Nacht ein Dach über dem Kopf zu haben und uns mal wieder in einer richtigen Dusche duschen zu dürfen!

Ich hoffe doch, dass ihr nun einen kleinen Überblick über Leute, Land und Kultur von Venezuela bekommen konntet und euch mein ewig langer Bericht nicht die Lust am Lesen genommen hat!!! ;D